Es war einmal ISDN. Wie geht es weiter mit All-IP?

Die Telekom kündigt fleißig die bestehenden Verträge und bietet neue an mit neuen Laufzeiten an. Wie aber geht es jetzt weiter? Sind Medienkonverter für die alte TK-Anlage die beste Lösung? Oder sollte man in eine neue IP-TK-Anlage investieren? Was sind die Vorteile? Rechnet sich eine Investition in eine neue TK-Anlage überhaupt? Oder lässt sich die TK-Anlage umrüsten mit geringen Aufwand und Kosten?
 
ISDN hat zuverlässig in den letzten 20 Jahren unsere Kommunikation bestimmt. Mit All-IP nutzen Sie zukünftig für die Telefonie das gleiche Medium wie für das Internet. Die Umstellungen läuft bereits auf Hochtouren. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Ihr Anschluss dran ist. Handeln Sie bevor es Sie betrifft!
 
Ist Ihre alte TK-Anlage bereits abgeschrieben, sollte man über eine Neuanschaffung einer reinen IP-TK-Anlage ernsthaft nachdenken. Warum? Ältere TK-Anlagen die überhaupt kein IP verstehen, benötigen einen Medienkonverter, der den IP-Datenstrom der SIP-Trunks (das sind die neuen "virtuellen" Anschlüsse in der Vermittlungsstelle) umsetzt in ISDN, das die TK-Anlage versteht. Diese Medienkonverter sind relativ komplex und stellen eine zusätzliche Fehlerquelle dar. Ebenso der Datenstrom.

Beispiel ISDN <-> IP <-> ISDN

Ein Kunde telefoniert mit einem Dienstleister. Beide Unternehmen betreiben eine TK-Anlage mit Medienkonvertrer. Die Telefone sind teils ISDN-, System-, oder Analogtelefone. Wie verläuft der Datenstrom? Das Systemtelefon kommuniziert mit der TK-Anlage per proprietären ISDN. Die TK-Anlage leitet den Datenstrom an den Medienkonverter, der den Datenstrom in IP-Pakete schachtelt und an die Vermittlungsstelle weiterleitet. Beim Empfänger passiert das gleiche, nur umgekehrt. Es wird mehrfach von IP in ISDN übersetzt - hin und her. Dabei gehen Pakete verloren, es treten Verzögerungen auf (metallische Roboterstimme) und die Sprachqualität erinnert an Mobilfunkqualität.

Bei reinem IP ist es anders 

Einfach gesagt benötigt ein IP-Telefon die TK-Anlage eigentlich nur um eine Verbindung zu einem anderen IP-Telefon aufzubauen - oder umgekehrt - anzunehmen. Nachdem die Verbindung etabliert wurde, läuft der RTP-Datenstrom (Das Real-Time Transport Protocol. Ein Protokoll zur kontinuierlichen Übertragung von audiovisuellen Daten) direkt von Telefon zu Telefon. Dabei sind keine Medienkonverter, Vermittlungsstellen oder Tk-Anlagen dazwischen die die Pakete umwandeln müssen. Das Gespräch erfolgt sozusagen von Punkt zu Punkt. Über die Vermittlungsstelle und TK-Anlage erfolgt lediglich die Steuerung des Gespräches.

Aufrüstbare TK-Anlagen

Meistens sind diese TK-Anlagen nicht älter als 3-5 Jahre. Bei diesen Anlagen kann man per Steckkarte die IP-Einheit nachrüsten an dem man ein LAN-Kabel zum Netzabschlussgerät des Providers anschließen kann. Oft bleiben aber die Systemtelefone bestehen. Das Protokoll dieser Systemtelefone ist meistens proprietäres ISDN (S0) oder UP0, also kein IP. Oft gibt es auch noch analoge Telefone und Faxgeräte die per Analog angeschlossen sind. Hier findet dann noch einmal eine Umsetzung von Analog zu ISDN, zu IP statt und Umgekehrt. Der oder die Medienkonverter befinden sich dann aber in der TK-Anlage fest integriert, die auch nicht konfiguriert werden müssen.

ADSL, SDSL, VDSL, Glasfaser, KABEL und mehr

Eine wichtige Frage wird immer wieder gestellt: Welcher Anschluss wird benötigt? Die Erfahrung hat gezeigt, dass für die Telefonie ein separater SDSL-Anschluss eines anderen Providers von Vorteil ist. Also einen Internetanschluss zum surfen (ADSL, das schnellere VDSL, KABEL, oder noch schneller Glasfaser) und einen weiteren dedizierten Anschluss nur für die Telefonie.

Ein IP-Telefonat benötigt ca. 100 kB. DSL-Anschlüsse werden von den Providern in Kilobit angegeben. bei einem 2 Mbit/s SDSL-Anschluß könnten so zwischen 15 und 20 gleichzeitige Gespäche geführt werden. Für die Telefonie sollte man SDSL wählen. SDSL steht für "Symmetric Digital Subscriber Line" das bedeutet im Download wie auch im Upload der gleiche Datendurchsatz, da ja in beiden Richtungen gesprochen wird.

Wer eine Firewall einsetzt, hat bei einem Ausfall eines Anschlusses dann auch die Möglichkeit über die andere Leitung weiter zu telefonieren. Eine zweite Leitung von einem anderen Provider bietet somit eine gute Ausfallsicherheit. Für Unternehmen die also extrem auf das Telefon angewiesen sind, ist es ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Kosten - Nutzen - Faktor

Letztendlich kommt niemand an Full-IP vorbei. 2018 wird das VoIP-Zeitalter endgültig einläuten. Gerne helfen wir Ihnen bei der Entscheidung, Planung und Ausführung. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung empfehlen wir kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Full-IP-Telefonanlage. Wir beraten Sie unverbindlich und kostenlos. Machen Sie einen Termin mit unserem Herrn Simon unter: +49 89 2196677-20